Das Institut für Unternehmensgründung und Innovation (IUI) an der FH Wiener Neustadt unter der Leitung von Dr. Mitra Arami steht für die Kombination von Innovationsmanagement und Unternehmensgründung in Forschung und Lehre. Die Fähigkeit, Innovationen hervorzubringen und zu beherrschen, erhöht die Wettbewerbs- und Überlebenschancen von Unternehmen beträchtlich. Durch innovative Produkte und Verfahren lassen sich Kosten- und Differenzierungsvorteile im Vergleich zur Konkurrenz erzielen und damit bestehende Märkte besser durchdringen oder neue Märkte eröffnen.

Schwerpunkte

Unter dem Leitgedanken „Creating and Managing Success through Innovation” fokussiert sich IUI auf die Schwerpunkte:

  • Innovation generieren.

  • Innovation umsetzen.

  • Innovation steuern.

  • Innovation sichern.

Wir bieten Forschung, Lehre und Weiterbildung in den Bereichen

  • Innovationsmanagement

  • Digitale Transformation

  • Entrepreneurship (Unternehmertum)

Lehre

Neben der Vermittlung der theoretischen Grundlagen legt IUI großen Wert auf die Praxisorientierung der Veranstaltungen. Interessante Beispiele von Unternehmen der verschiedensten Branchen sowie Gastvorträge aus der Praxis bieten einen Blick über den Tellerrand der Theorie hinaus.

Die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis wird zudem sichergestellt durch das FHWN Start UP-Center, welches dem Lehrstuhl angegliedert ist. Mit seinem umfangreichen Förderangebot richtet es sich an junge Gründer sowie gründungsinteressierte StudentInnen, MitarbeiterInnen und AbsolventInnen.

Forschung

Ziel der Forschung am Lehrstuhl ist es, zu einem besseren Verständnis der Entstehung und der Entwicklung neuer Unternehmen beizutragen („Entrepreneurship“). Dies kann sich sowohl auf junge Start-ups als auch auf etablierte Unternehmen beziehen.

IUI pflegt Kooperationen mit ausländischen Universitäten, wie beispielsweise University College London, University of Liverpool und Xi’an Jiaotong-Liverpool University, Gemeinsam erarbeitete Forschungsergebnisse werden auf zentralen Konferenzen (wie z.B. http://femib.scitevents.org/) und in wissenschaftlichen Journalen vorgestellt.

Forschungsschwerpunkte

Entrepreneurial Marketing: Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für Unternehmensgründungen besteht in einem zielgerichteten Marketing. Im Gegensatz zum Marketing in etablierten Unternehmen verfügen junge Unternehmen noch nicht über eigene Vergleichswerte; zudem steht ihnen typischerweise nur ein begrenztes Budget für ihre Marketing-Aktivitäten zur Verfügung. Entrepreneurial Marketing untersucht Besonderheiten des Marketings für junge Unternehmen und leitet Erfolgsfaktoren ab.

Entrepreneurial Finance: Einer der ältesten Forschungszweige im Bereich des Entrepreneurships ist Entrepreneurial Finance. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie junge Unternehmen ihre Aktivitäten finanzieren können. Insbesondere wird analysiert, welche Finanzierungsquellen existieren und wie sie sich von denen etablierter Unternehmen unterscheiden.

Entrepreneurial Innovation: Im Mittelpunkt unternehmerischen Handelns steht die Innovation. Neue Produkte oder Dienstleistungen ermöglichen überdurchschnittliche Wachstumschancen, jedoch bei nicht zu vernachlässigendem Risiko. Innovationstätigkeiten sind dabei allerdings nicht notwendigerweise auf junge Unternehmen beschränkt. Auch in etablierten Unternehmen können Innovationen entstehen.

Academic entrepreneurship: Die Frage, wie aus Forschungsergebnissen in Form “roher” Technologien wertschaffende Unternehmen entstehen, wird angesichts drohender Wohlstandsverluste gerade in klassischen Industrienationen von Vertretern der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zunehmend diskutiert. Universitäten und öffentliche Forschungseinrichtungen sollen nicht nur unternehmerisch denken, sondern auch handeln. Damit Unternehmensgründungen aus der Forschung wertvolle Beiträge zur Schaffung von Arbeitsplätzen, Innovation und regionalem Wohlstand leisten können, müssen akademische Gründer ihre Technologien in marktgerechte Produkte überführen können. In der Praxis ist akademisches Entrepreneurship bislang jedoch ein relativ schwach verstandenes Phänomen.

Digitale Innovation und Disruption: Transformation von Geschäftsmodellen: Die Digitale Transformation stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen, bietet jedoch Unternehmen Möglichkeiten, ungenutzte Potenziale zu heben. Der Forschungsbereich Digitale Geschäftsmodelle verfolgt das Ziel, den Einfluss von digitalen Technologien auf die Elemente und Ebenen der Geschäftsmodelle von Unternehmen mehrerer Branchen zu untersuchen. Neben der Transformation bestehender Geschäftsmodelle für eine digitale Zukunft wird der disruptive Charakter der Digitalisierung innerhalb von Produkten, Unternehmen und Branchen untersucht. Im Rahmen unserer Forschungstätigkeit konzentrieren wir uns daher auf folgende Schwerpunkte: Die Integration externer Akteure in den Innovationsprozess (Open Innovation und Interaktive Wertschöpfung, Geschäftsprozessmanagement)

  • Die Transformation etablierter Organisationen angesichts disruptiver technologischer Innovation und Digitalisierungsentscheidungen (wie Industrie 4.0, IoT, Internet of Production, Big Data, Data Analytics)

  • Die systematische Entwicklung von Geschäftsmodell-Innovationen (Geschäftsmodellinnovationen, Plattformökonomie)

  • Die Gestaltung kundenzentrierter Wertschöpfungsmodelle sowie das Management variantenreicher und individueller Produktprogramme (Customer Co-Creation, Mass Customization, Smart Products)

  • Die Förderung unternehmerischer Nachhaltigkeit durch technologische Innovationen, aber auch die Erforschung gesellschaftlicher Herausforderungen durch neue Technologien (Responsible Innovation)